Sommer 2021
Das JAMMERMOBIL
EINE HOMMAGE ANS JAMMERN

TOURDATEN
 

ÄCHZET, RAUNET UND JAMMERT - aus vollem Herzen!

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Im Sommer 2021 machen wir das Jammern wieder salonfähig – ein kathartisches, emanzipatorisches, persönliches und empowerndes Jammern!  Dafür machen wir eine Reise: Mit einem Transporter - dem JAMMERMOBIL - touren wir durch die Republik und inszenieren einen Ort der Katharsis, aber auch einen Ort künstlerischer Forschung. Wir öffnen unsere Mobiltüren in unterschiedlichen Städten und Gemeinden, auf belebten Plätzen, im Grünen,  am Hafen, vorm Theater, dem Museum, am Fußballplatz und sammeln Töne und Ausdrucksweisen des Jammerns, Gründe und Arten von Missgefühlen sowie regionale Reizthemen. Begleitet vom Filmemacher Robert Paschmann jammern wir mit und für Menschen und ermöglichen, dass sich angestaute Quengelein, große und kleine Malaisen, und Leidvolles entladen dürfen. Wann wenn nicht im pandemischen Jetzt?!

 

DIE ZEIT IST REIF

Wir erleben eine Zeit, in der das öffentliche Leben sehr eingeschränkt ist. Öffentliche Räume haben sich durch die Pandemie verändert. Sind sie auf Grund um sich greifender Kommerzialisierung grundsätzlich immer weniger ein „Ort der unerwarteten Begegnungen“, wie Christoph Haerle, Architekt und Stadtforscher, den öffentlichen Raum beschreibt, sind sie es in Pandemiezeiten noch viel weniger. Wir halten den öffentlichen Raum für einen wichtigen Ort, an dem gesellschaftliche Aushandlung stattfindet. Trotz social distancing, Lockdown und geschlossenen Kulturorten wollen wir deshalb Räume schaffen, in denen Begegnungen möglich werden und Themen, die Menschen bewegen, die auf der Straße liegen und die auch unliebsam sind, zur Sprache kommen können. Das momentan offensichtlich auf der Straße liegende ist die Pandemie. Was genau Menschen darin als leidvoll empfinden wird sehr unterschiedlich sein. Vielleicht steht aber auch etwas ganz anderes Beklagenswertes im Vordergrund, was vor lauter Pandemie kaum Platz findet, Menschen aber dennoch bewegt, verstört, traurig, oder wütend macht. All diesen Empfindungen Raum zu geben ist unser Ziel.  BAUCHLADEN MONOPOL Das Jammermobil ist eine Fortführung unserer künstlerischen Arbeit. Als Bauchladen Monopol ist es uns ein Anliegen im Sinne einer „Demokratisierung der Kunst“, Kunst niederschwellig erlebbar zu machen, Theater und Performance zu den Leuten zu bringen.  Daher tragen wir seit 2010 Themen in Form von Straßentheater oder performativen Interventionen an theaterunübliche Orte (Einkaufszentren, Ämter, Wohnzimmer, Kneipen…) und auf die Straße: Ungeschriebene Gesetze des öffentlichen Raums, Grenzen und Bewegungsfreiheit, Darstellung von weiblichen Körpern auf Werbeplakaten – um einige Themen zu nennen.

AKTIONEN

Wir werden uns mit dem Jammermobil auf Plätze in Städten oder Ortschaften begeben. Passant*innen werden auf zwei clowneske Figuren treffen, die als sprechendes und bewegtes Denkmal auf einem Podest positioniert eine Ode an das Jammern halten: kreischendes Entsetzen, wehmütiges Klagen, zitterndes Gewimmer, sägender Katzenjammer, irrlichtendes Wutgewitter. Eine Vorzimmerdame wird die Passant*innen zu dem Herzstück der Aktion einladen: In das Innere des Jammermobils zu einer privaten Einzel-Jammer-Session. Das Betreten des Transporters führt die Teilnehmenden in eine andere Welt; gemütlich, märchenhaft, eine der Realität enthobene Zwischenwelt der Möglichkeiten aus Samt, gedämpften Licht, Duft nach Großmutters Keksen. Der persönliche Anlass der Klage, des Unmuts oder des Schmerzes wird in einer kleinen ritualhaften Zeremonie ermittelt. Die zwei clownesken Figuren stellen sich als Jammerlappen zur Verfügung, finden in ihrem breiten Jammerrepertoire den passenden stimmlichen Ausdruck und jammern für die oder mit den Besuchenden gemeinsam. Auf Wunsch wird eine „personalisierte Jammerpartitur to go“ für den weiteren Gebrauch erlernt.  Außerdem sind Passant*innen vor dem Jammermobil eingeladen, Fragen, Kommentare – aufgeschrieben oder gemalt, Kurzvideos oder Tonspuren mit Jammervollem zu hinterlassen. So kann über die verschiedenen Stationen hinweg ein mobiler Ausstellungs- und Kommunikationsort wachsen, der die Stimmungslage der Menschen über verschiedene Regionen hinweg widerspiegelt. Das Jammermobil wird so zu einem Ort erlösenden Erlebens. Als fahrendes Zeitdokument zeichnet das Jammermobil Geschichte(n) in der Gegenwart auf: von dieser Zeit für andere Zeiten

TEAM

Idee und Konzept: Bauchladen Monopol (Sophia Guttenhöfer & Carolin Christa)

Performerinnen: Carolin Christa, Sophia Guttenhöfer, Nina Schulz/Karla Katja Leisen/Stefanie  Gmelin

Ausstattung: Karla Katja Leisen

Dokumentation: Robert Paschmann

Clownscoaching: Heike Stock

Vocalcoaching:  Bettina  Schulten
Grafik: Atelier Löwentor

Produktion & PR: STÜCKLIESEL

 

KONTAKT

Schreib uns gerne!

 

 

 

Das JAMMERMOBIL ist eine Produktion von Bauchladen Monopol.  Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

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